"Neumünster nutzt Standortvorteil"

Nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Schleswig zu Gunsten des Fabrikverkaufszentrums DOC meldete sich gestern der CDU-Kreisvorsitzende Torsten Geerdts in dieser Sache zu Wort. Neben viel Lob für den Oberbürgermeister, die Ratsfraktionen und die Justiz setzt der Politiker jetzt auf einen Dialog mit den Städten, die am Freitag mit ihren Bedenken vor Gericht unterlegen waren. Unter der Federführung Rendsburgs hatten elf weitere Kommunen versucht, das Outlet Center zu verhindern. Die Gegner befürchten ein Ausbluten ihrer Städte.

Diese Bedenken teilt Geerdts nicht: "Es geht um Arbeit und Wohlstand für die gesamte Region", erklärte der Neumünsteraner. Dennoch hat er "Verständnis für die Skepsis der anderen Bürgermeister. Diese Skepsis gilt es jetzt, in einem Dialog abzubauen", empfahl Geerdts. Die Rolle Neumünsters sieht er im Konkurrenzkampf klar definiert: "Neumünster nutzt seinen Standortvorteil - das ist legitim", hieß es.

Ausdrücklich lobte er die Arbeit von OB Olaf Tauras sowie aller Ratsfraktionen. Die Entscheidung der Ratsversammlung für Mc Arthur Glen als Betreiber hält Geerdts in Hinblick auf die Konkurrenz aus Niedersachsen für gelungen. "Das DOC muss besser am Markt agieren können als das Center in Soltau", sagte er. Dem OB attestierte er im Tauziehen um das DOC "Verhandlungsgeschick". Er empfahl in Zukunft einen "engen Schulterschluss" zwischen OB, Stadträten und Dezernenten.

Quelle : www.shz.de, 27.04.2010

 


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