Das Alpenrhein Outlet Village (AOV) in Landquart öffnet aufgrund der gesetzlichen Grundlagen und einer entsprechenden Zusage des Kan-tonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) seine Tore auch am Sonntag. Mit den Gewerkschaften Syna und KV wurde ein Ge-samtarbeitsvertrag (GAV) ausgehandelt. Am Donnerstag, 26. November 2009, ist der offizielle Eröffnungstermin.
Gegen 40 Shops und Restaurants werden entlang der 650 Meter langen Dorfstrasse am Eingangstor zu Graubünden hochstehende Markenprodukte in den Bereichen Sport, Mode, Schuhe und Accessoires mit 30 bis 70 Prozent Rabatt verkaufen. Das gesamte Village ist mit 100 Häusern so konzipiert, dass sich weitere Anbieter laufend in das schweizweit einmalige Angebot integrieren können. Hauptzielgruppen sind die sich in Graubünden und dem Heidiland aufhaltenden Touristen sowie Gäste aus einem Umkreis von 30 bis maximal 90 Fahrminuten. Das Alpenrhein Outlet Village ist unmittelbar beim Bahnhof Landquart und der Autobahnausfahrt Landquart-Davos an der A13 gelegen.
Sonntagsöffnung dank Tourismus
Der Bund hat auf Verordnungsebene in Absprache mit den Kantonsregierungen die „Fremdenverkehrsgebiete“ der Schweiz definiert. Dabei wurde dem gesamten Kanton Graubünden der entsprechende Status zugeordnet. Im eidgenössischen Arbeitsgesetz sind Tourismusgebiete vom grundsätzlichen geltenden Verbot von Sonntagsarbeit ausgenommen. Gestützt auf diese Grundlagen, die Zusage des KIGA sowie die Befürwortung durch die Standortgemeinden Zizers und Igis-Landquart wird das Alpenrhein Outlet Village am Sonntag öffnen. Dabei geht es insbesondere darum, die in Graubünden am Wochenende sowieso vorhandenen Tourismusströme für den Einkauf in Landquart zu nutzen. Das AOV ist zudem im Shoppingbereich eine wichtige Ergänzung des touristischen Angebotes in Graubünden. Schweizweit ist es das einzige Factory Outlet, das nach internationalem Vorbild im Stile eines Dorfes den Gästen ein attraktives Einkaufs- und Freizeiterlebnis inmitten der Bergwelt garantiert.
GAV mit Syna und KV
Nach intensiven Verhandlungen hat ING Real Estate Germany als Investorin mit den Gewerkschaften Syna und der Angestelltenorganisation KV (Kaufmännischer Verein) einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) abschliessen können. Dieser garantiert den Arbeitnehmenden deutlich bessere Bedingungen als die gesetzlich vorgeschriebenen. Dafür akzeptieren Syna und KV die Sonntagsöffnung des Alpenrhein Outlet Villages. ING war es ein grosses Anliegen, mit allen betroffenen Gewerkschaften eine entsprechende Einigung zu erzielen. Obwohl die Verhandlungen mit der Gewerkschaft UNIA inhaltlich auf gutem Weg waren, hat die UNIA die Schlussverhandlungen abgebrochen. Sie war nicht bereit, den Vertrag zu unterzeichnen, wenn neben der Syna auch der KV Vertragspartner wird. ING bedauert diesen Entscheid der UNIA, zumal in den Sonntags geöffneten Fox Town Factory Stores in Mendrisio (TI) auch alle drei Gewerkschaften Partner sind. ING ist auch weiterhin bereit, die UNIA als Vertragspartnerin zu integrieren.
Quelle: www.vilan24.ch, 07.09.2009